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	<title>Esther Schwan</title>
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	<description>Autorin &#38; Texterin</description>
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		<title>Von Handtaschen und notwendigen Amputationen</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 06:53:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>estherschwan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fashion]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[„Die Handtasche ist ein Kleiderzubehör der Frau, das aus allen möglichen Materialien besteht und als Henkeltasche in der Hand oder über dem Arm getragen wird, an längerem oder zu verlängerndem Riemen auch über der Schulter (Schultertasche).“ (Wikipedia) Wie kann man ein solch wichtiges Accessoire, das ja bisweilen schon die Eigenschaften eines zusätzlichen Körperteils annimmt, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.estherschwan.de/wp-content/uploads/2011/10/BIldHandtaschenkolumne.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-184" title="BIldHandtaschenkolumne" src="http://www.estherschwan.de/wp-content/uploads/2011/10/BIldHandtaschenkolumne-193x300.jpg" alt="" width="193" height="300" /></a></p>
<p><em>„Die <strong>Handtasche</strong> ist ein Kleiderzubehör der Frau, das aus allen möglichen Materialien besteht und als Henkeltasche in der Hand oder über dem Arm getragen wird, an längerem oder zu verlängerndem Riemen auch über der Schulter (Schultertasche).“</em> (Wikipedia)</p>
<p>Wie kann man ein solch wichtiges Accessoire, das ja bisweilen schon die Eigenschaften eines zusätzlichen Körperteils annimmt, so emotionslos beschreiben? Ach so, stimmt. Wikipedia ist ja sachlich, rein objektiv und frei jeglicher Bewertungen. Kurz – nützlich und praktisch. Eigenschaften, die eine gute Handtasche zu, sagen wir mal, lediglich 20% erfüllen sollte. Die restlichen 80% bestehen aus teilweise unergründlichen Anforderungen, einem Mix von Geschmack, Gefühlen und Selbst-Reflektion. Der Begriff „Gutes Aussehen“ allein reicht nicht aus, um dieses Wirrwarr zu beschreiben. Und die Herren der Schöpfung helfen uns auch nicht mit einem „So eine hast du doch schon!“.</p>
<p>Doch was genau ist dieses gewisse Etwas, das eine Handtasche besitzen muss, damit frau sie besitzen will? Zunächst einmal muss sie zum Anlass und Outfit passen und natürlich zu dem, was ihre Trägerin darstellen will. Während die aktuelle It-Bag, der Jute-Beutel mit Aufdrucken wie „George, Gina &amp; Deine Mudder“ ganz klar sagt: „Ich geb nichts auf Schickimicki und will auf jeden Fall so aussehen, als hätte ich in fünf Minuten schnell das angezogen, was mir aus dem Schrank entgegenkam, während ich eigentlich schon am Abend vorher sorgfältig darüber nachgedacht habe!“, möchte die Louis Vuitton-Trägerin ein kleines, ganz und gar nicht günstiges Statussymbol spazieren tragen, für das sie sich monatelang nur von Nudeln mit Tomatensoße ernährt hat. Natürlich gibt es auch völlig uneitle Taschen, nebst (zumindest temporär) uneitler Trägerin, wie den Trekkingrucksack beispielsweise.</p>
<p>Apropos Rucksack. In Modekreisen lange als praktisch und kleingeistig verschrien, und höchstens in der Army-Version mit Nirvana-Aufnäher erlaubt, erlebt er grad sein absolutes Revival und wird in allen Farben und Formen auf dem Rücken der Modemädchen und -jungs gesichtet. Der Rucksack ist quasi die neue Handtasche. Schon verrückt, die Sache mit den Taschen. Was ist als nächstes hip? Der Turnbeutel? Verwunderlich wäre es nicht, immerhin hat sogar die Gürteltasche, einst abstoßendes Objekt mit Spießer-Touch, ihre stylische Wiedergeburt erlebt. Ebenso verrückt ist die Wichtigkeit und Hingabe, mit der sich manche Frauen dem Thema Taschen nähern. Neulich erzählte ich einer Bekannten etwas über eine Clutch, woraufhin die mich ansah, als spräche ich Chinesisch. „Du weißt nicht, was eine Clutch ist???“ entfuhr es mir entsetzt, nur um mich im selben Moment über mich selbst lustig zu machen. Immerhin hatte ich reagiert, als wüsste meine Bekannte nicht, dass auch Frauen seit geraumer Zeit zur Wahl gehen dürfen.</p>
<p>Ich gehöre übrigens zu der Sorte „Suche eine für alles“. Ich will eine Handtasche, die irgendwie schick, aber trotzdem cool aussieht. Eine, die ich genauso zum Abendessen wie mit zur Arbeit und zur Party nehmen kann. Letztes Jahr dachte ich, ich hätte sie gefunden. Sie war perfekt. Sie sah hübsch und trotzdem robust aus, sie hatte Platz für alle wichtigen Dinge, in allen Lebenslagen: für Schlüssel, Handy, Geld (meine tägliche Mantra-mäßige Abfrage, wenn ich das Haus verlasse), aber auch für allerlei Krimskrams wie Handcreme, Lipbalm, Pflaster, Nagelfeile (die Tasche in der Tasche), Notizbuch, Stifte, die nicht abgeschickte Postkarte vom letzten Hamburgtrip, Ersatzschuhe, Deo, Kaugummi, Visitenkarten, Kassenbons… Doch die Liebe war nur von kurzer Dauer, denn ich treuloses Ding halte schon wieder Ausschau nach einer Neuen. Es gibt einfach zuviele.</p>
<p>Vor Kurzem ergab sich eine Situation, in der ich ohne eine vertraute Tasche hinaus in die Welt musste, denn egal in welcher Form, sie wäre nur im Weg gewesen. Es kam mir vor, als hätte ich etwas vergessen. Schlüssel, Handy, Geld, alles in greifbarer Nähe. Und doch – ich fühle mich nackt. Allerdings muss ich zugeben, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase überkam mich ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit. Anscheinend ist die Tasche wohl doch ein Körperteil, den man durchaus entbehren kann.</p>
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		<title>Im Sommer ist nach dem Sommer?</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 17:51:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>estherschwan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fashion]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Juli. Ich schlendere, sonnengebräunt vom letzten Sardinien-Urlaub, mit einem Eis in der Hand durch die Einkaufszone und erfreue mich an den schönen neuen kuscheligen Strickjacken im Schaufenster. Zuhause schlage ich die Zeitschrift mit den neusten Fashion-Trends auf: Wintermäntel, Mützen, Schals – und das alles, während die Klimaanlage auf Hochtouren arbeitet und ich soeben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist Juli. Ich schlendere, sonnengebräunt vom letzten Sardinien-Urlaub, mit einem Eis in der Hand durch die Einkaufszone und erfreue mich an den schönen neuen kuscheligen Strickjacken im Schaufenster. Zuhause schlage ich die Zeitschrift mit den neusten Fashion-Trends auf: Wintermäntel, Mützen, Schals – und das alles, während die Klimaanlage auf Hochtouren arbeitet und ich soeben meine Tasche für den Badesee gepackt habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Eins vorweg: der Blick auf die aktuellen Temperaturen lässt die Lust auf die neue Herbst-/Winterkollektion schon wachsen und wie so ein richtig heißer Sommer aussieht, wissen wir nur noch aus verblassten Erinnerungen. Mit meinem offenen Liebesbekenntnis zum Herbst und Winter habe ich schon so manch bösen Blick im von Kollegen und Freunden geerntet. Ich riskiere, dass ich mich bei weiteren Menschen unbeliebt mache, wenn ich sage: der Sommer kann ruhig bleiben, wo er war – im Frühling. Ich freue mich auf die neue Herbst/Winter-Kollektion!</p>
<p style="text-align: justify;">Meine persönliche Präferenz tut der eigentlichen Lächerlichkeit der Situation allerdings keinen Abbruch. Es ist jedes Jahr dasselbe: Während wir noch schwitzen, schwimmen und uns auf unseren Sommerurlaub freuen, sind die Designer und Shops schon gefühlte Lichtjahre weiter. Die Schaufensterfiguren sind unterwegs nach Hause zu einer gemütlichen Tasse Tee am Kaminfeuer. Die Kataloge, Mode-Blogger und Onlineshops wollen uns mit allen Mitteln die neuen Herbsttöne schmackhaft machen – Aubergine, Saffran-Gelb, Curry-Rot. Halt, Der Sommer ist doch noch da, zumindest auf dem Kalender! Klar, wer mit dem Trend geht, muss vorwärts denken, die Fashion-Industrie schläft nie, alles ist im Fluss, und der ist in Mailand, Paris und New York offensichtlich schon im Juni zugefroren. Aber kann es denn sein, dass man auf der Suche nach einem Bikini schon im Juli nicht mehr fündig wird? Ach so, stimmt. Ich hätte im Januar zuschlagen sollen, hab ich gar nicht dran gedacht, warum nur? Aus der Winter-Perspektive gesehen, gestaltet sich das Ganze natürlich weitaus attraktiver. Nach monatelangem Schattendasein mit nasskalten Füßen, und schmerzendem Nacken vom schildkrötenartigen Kopf-in-den-Schal-einziehen ist der Anblick von Bikinis, Sonnenbrillen und luftigen Kleidchen wie ein Licht am Ende des Tunnels.</p>
<p style="text-align: justify;">Mal im Ernst: Eine oder sogar zwei Saisons voraus zu sein, ist nicht unbedingt eine Schande. Wer  zu den Fashionverrückten gehört, die alle Neuigkeiten der großen Designer aufsaugen, wie ein Schwamm, dem kann angesichts des hohen Tempos doch schon recht schwindelig werden. Was kommt? Was bleibt? Was geht? Immer Up-to-Date zu sein, kann auch ganz schön anstrengen. Die negative Seite dieser Dynamik sind die damit verbundenen Reduzierungen im Einzelhandel. Hier wird Ausmaß unserer Wergwerfgesellschaft einmal mehr deutlich. Laut einer Studie der Fachzeitschrift  Textilwirtschaft mit der Frage, wofür der Durchschnittskunde 1000 € ausgeben würde, stand Mode nach Reisen auf dem zweiten Platz, erst an sechster Stelle nannten die Befragten Essen &amp; Trinken. Das Interesse am Konsum und die Schnelllebigkeit lassen die Wertschätzung für das Besondere nicht wirklich aufkommen, und wenn es nur um materielle Dinge geht. Ständig hat man das Gefühl Neues zu brauchen. Neue Schuhe, neue Jacke, neues Kleid. Dabei vergessen die Fashionistas: wirklich brauchen tun sie eigentlich nichts. Außer essen und schlafen, wie jeder normale Mensch. Ich bin zwar nicht ganz normal, und eine Fashionista würde ich mich auch nicht schimpfen. Dennoch muss ich mich des Öfteren zurückhalten, um mich von diesem Hype nicht anstecken zu lassen. Die Sommerware langweilt schnell, alle Zeitschriften bringen neue Mode, Must-Haves, Shoppingtipps und frischen Wind in den verdörrten Kleiderschrank. So wird das allseits bekannte Phänomen mit dem klangvollen Namen „Ich-hab-echt-nichts-zum-anziehen!“ schamlos ausgenutzt. Dabei ist es gar nicht schlecht, sich zu entsinnen, dass auch die vermeintlich alten Sachen noch ein Hingucker sind. Nicht zu vergessen, dass die schönen neuen Wintermäntel mit solch einer Einstellung wahrscheinlich dasselbe Schicksal erleiden werden. Und überhaupt, es gibt Wichtigeres im Leben. Das hält das schlechte Gewissen und das Minus auf dem Konto klein. Apropos: Von dem Gesparten lade ich meine Mädels jetzt auf ein Eis ein – Schönen Sommer noch!</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
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		<title>Polyesterschock Vintage Store: Fashion, alles andere als schockierend</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 17:50:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>estherschwan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fashion]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Polyester &#8211; ein Material, das bei so manch einem grauenvolle Gefühle erweckt. Ungemütlich, nicht im Geringsten atmungsaktiv, dafür aber extrem flexibel und auch ein bisschen schräg. Die letzten beiden Eigenschaften beschreiben den Kölner Vintage-Laden Polyesterschock ziemlich gut. Als ich den Laden auf der Ehrenfelder Geisselstraße betrete, fühle ich mich sofort wie im gemütlichen Wohnzimmer einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Polyester &#8211; ein Material, das bei so manch einem grauenvolle Gefühle erweckt. Ungemütlich, nicht im Geringsten atmungsaktiv, dafür aber extrem flexibel und auch ein bisschen schräg. Die letzten beiden Eigenschaften beschreiben den Kölner Vintage-Laden Polyesterschock ziemlich gut. Als ich den Laden auf der Ehrenfelder Geisselstraße betrete, fühle ich mich sofort wie im gemütlichen Wohnzimmer einer Modeverrückten. Über diese Bezeichnung wäre Anna wohl nicht wirklich böse, denn sie liebt Mode und ein bisschen verrückt ist sie auch. Freudig begrüßt mich die sympathische Kölnerin und ich beginne meine Abenteuerreise durch ihr buntes Lädchen.</p>
<p style="text-align: justify;">Beim Stöbern durch die Jahrzehnte stelle ich schnell fest: es ist für jeden etwas dabei, vorausgesetzt, man sucht das Besondere. Kleider, Röcke, Hosen, Jacken und Mäntel und natürlich die dazu passenden Accessoires, aus den 50er bis 80er Jahren machen nostalgisch und bringen manchmal auch zum Schmunzeln. Gerne hätte Anna auch ältere Semester im Sortiment, „aber die sind so schwer zu bekommen!“ Doch das tut dem Flair und dem Zauber ihres kleinen Wohnzimmerladens keinen Abbruch. Schaufensterfiguren tragen bunt zusammengemixte Kombinationen mit dem gewissen Etwas, und auch die liebevoll drapierten Taschen und Schuhe lassen den Kunden die Liebe zum Detail und zur Mode im Allgemeinen erkennen. Polyesterschock ist kein gewöhnlicher Second-Hand-Shop. Anna nimmt keine Klamotten in Zahlung, sondern wählt Ihre Schätze nach persönlichem Geschmack sorgfältig und mit viel Akribie aus. Diese Exklusivität bedeutet jedoch nicht, dass auch die Preise hochklassig sind. „Meine Kunden loben immer wieder, wie günstig sie die alten Schätzchen erstehen können“, betont Anna. Und tatsächlich: es gibt echte Seidentücher für nur 2,50 €, Ledertaschen bewegen sich zwischen 20 € und 30 € und Kleider beispielsweise kosten, je nach Marke und Jahrzehnt, zwischen 15 € und 60 €. Auch sonst bekommt Anna nur positives Feedback, seit der Eröffnung im November letzten Jahres. Kein Wunder, denn sie verkauft nicht nur interessante Einzelstücke, sondern schneidert diese auch noch maßgerecht zu, und das ohne Aufpreis. „Besonders in den 50ern bis 70ern hatte die Mode eine ganz andere Passform als heute, eben so, wie die Menschen auch vermessen wurden. Ich nehme auf Wunsch Änderungen vor und die Kunden bekommen so ein maßgeschneidertes Teil. Mittlerweile kommt das bei jedem dritten Kauf vor.“ Zu den zahlenden Gästen in Annas zweitem Zuhause zählen die verschiedensten Menschen aus allen sozialen Schichten, von der Lehrerin bis zur Rockabilly-Liebhaberin.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Beliebtheit des Ladens ist natürlich nicht nur der besonderen Mode zuzuschreiben. Er trägt ganz klar die Handschrift der kreativen Besitzerin. Mit sieben Jahren kam die 29-jährige Wahl-Kölnerin von Polen nach Deutschland, genauer gesagt nach Nürnberg. An einer Privatschule in Stuttgart studierte sie dann Modedesign und wie so viele zog es sie irgendwann nach Köln: „Ich fand die Stadt einfach toll, ich wusste, hier würde ich mich wohlfühlen!“ Selbstständig machen wollte die Modedesignerin sich schon immer. Während Ihres Studiums, während des Praktikums bei der Designerin Anja Gockel oder Ihrem Job im Secondhandladen – Mode für ein anderes Label zu kreieren kam Anna nie in den Sinn. „Ich möchte nicht die Visionen anderer Leute verwirklichen, mit denen ich mich vielleicht nicht identifizieren kann, ich wollte schon immer mein eigenes Ding machen.“ Den Anfang hat sie letzten November mit Ihrem ersten eigenen Laden Polyesterschock gemacht und sich so kopfüber in die Selbstständigkeit gestürzt. Und damit nicht genug, Anna hat noch mehr Pläne. Ganz oben auf der Liste steht Ihr eigenes Label, die junge Designerin verrät: „Ich habe viele Ideen im Kopf und den Anfang will ich sozusagen mit einer „Aus-alt-mach-neu-Kollektion“ machen. Ich nehme die Schnitte von alten Kleidern und erschaffe Sie mit einem qualitativ wertvolleren Stoff neu. So bekommt zum Beispiel das 80er Kleid ein edleres Material als Polyester und wird auch sonst noch hier und da etwas modernisiert.“ Für ihre persönliche Zukunft wünscht sich Anna, komplett von der Mode leben zu können. Und auch der Stadtteil Ehrenfeld liegt ihr ganz besonders am Herzen. Sie ist froh, mit Ihrem Lädchen auf der Geisselstraße ein Zuhause gefunden zu haben. Die Nachbarschaft ist sehr nett, man kennt sich und hält gern schon mal vor der Türe ein Pläuschchen und auch die Nähe zur lebendigen Venloer Straße hat seinen Reiz. „Ich wünsche mir, das Ehrenfeld sich weiter entwickelt, und trotzdem seinen Charme behält: bunt, gemischt und spannend!“</p>
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		<title>Big Ben</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Mar 2011 09:55:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>estherschwan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Did you know… …the truth about Big Ben? Anybody who has ever visited London for a vacation or business trip, had to cross many things off their sightseeing list, surely Big Ben being counted among them. Referring to the tower as Big Ben has become entirely commonplace these days, whereas in the beginning, it was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Did you know…</p>
<p>…the truth about Big Ben?</p>
<p>Anybody who has ever visited London for a vacation or business trip, had to cross many things off their sightseeing list, surely Big Ben being counted among them. Referring to the tower as Big Ben has become entirely commonplace these days, whereas in the beginning, it was only the name of the hour bell of the Great Clock of Westminster. A closer look at the facts makes it clear that it lives up to its’ name:  With a weight of 13.7 tonnes, a height of 2.2 metres and a diameter of 2.7 metres it is the biggest and heaviest of the five bells of The Clock Tower. To add another superlative, it is also the most famous bell ever cast at Whitechapel Bell Foundry, which itself can be proud of being the oldest foundry in the world.</p>
<p>The bell that is in service now is not the only one that was cast for the Clock Tower. The first version, which, like the clock itself, was designed by Edmund Beckett Denison, was cast by John Warner &amp; Sons in 1856. The 16 tonnes heavyweight, which was already named after Sir Benjamin Hall, cracked irreparably when it was tested in the Palace Yard at Westminster. Only then Denison would approach the Whitechapel Bell Foundry with a request to cast a new bell by using the metal of the prior one. In doing so, George Mears, the master bellfounder and owner of the foundry, used a technique that was very unusual back then. The mould was being heated all day before the casting began, then it took 20 minutes to fill the mould and 20 days for the fluid metal to solidify.</p>
<p>But despite being tested by Mears himself in every way before its dispatch, and although a big parade with enthusiastic and cheering crowds escorted the bell to its destination high up in the belfry, again Big Ben should not be in service for long. On 31<sup>st</sup> May 1895 the people of London could hear the chime of the bells of the Great Clock of Westminster for the first time. Only two months later, it cracked again in September 1859, due to a hammer more than twice the maximum weight originally calculated. Three years passed until Big Ben was taken into service again. In the meantime, a lighter hammer was formed and the hours were struck on the one of the four quarter bells, which were also cast by John Warner &amp; Sons. The big bell had to be turned by 45 degrees, so that the new hammer would not hit the cracked part. This crack characterizes the slightly imperfect tone of The Voice of Britain.</p>
<p>While it is more than obvious, why people refer to the chime as The Voice of Britain, the origin of the nickname Big Ben is not equally clear. There are two main theories. On the day of the first stroke of the bells, Parliament had an exceptional gathering in order to decide on an appropriate name for the great hour bell. After Sir Benjamin Hall, also known as Big Ben due to his body dimensions, gave an affectionate speech on the topic, somebody demanded christening the bell Big Ben. The second theory is that the famous heavyweight Benjamin Caunt was the inspiration, who carried the same nickname as the MP.</p>
<p>Big Ben used to be the biggest bell of Great Britain until 1881, when Great Paul, the biggest of four bells in the south-west tower of St Paul’s Cathedral was cast. It weighs about 17 tonnes.</p>
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		<title>Daddy Issues</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Mar 2011 08:34:05 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Verdammt, es ist wahr: Wie Whisky werden die meisten Männer besser, je älter sie werden. Für Jeff Bridges gilt das auf jeden Fall.  Seit er in ‚The Big Lebowski‘ quasi sich selbst gespielt hat, bin ich verliebt in den Dude. Schräg, nicht besonders hübsch (wobei ich persönlich  finde, er hat den Namen Beau eher verdient [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.estherschwan.de/wp-content/uploads/2011/03/11.jpg"><img title="1" src="http://www.estherschwan.de/wp-content/uploads/2011/03/11-300x228.jpg" alt="" width="300" height="228" /></a></p>
<p>Verdammt, es ist wahr: Wie Whisky werden die meisten Männer besser,   je älter sie werden. Für Jeff Bridges gilt das auf jeden Fall.  Seit er   in ‚The Big Lebowski‘ quasi sich selbst gespielt hat, bin ich verliebt   in den Dude. Schräg, nicht besonders hübsch (wobei ich persönlich    finde, er hat den Namen Beau eher verdient als sein Bruder) und seit    mehr als einem Vierteljahrhundert mit ein und derselben Frau   verheiratet  &#8211; das alles kann man ihm vorwerfen, aber nicht, dass er   einer der größten Charakterdarsteller und coolste Person aller Zeiten   ist.</p>
<p>Abgesehen davon, dass er sich mit der Organisation ‚End Hunger   Network‘ für hungernde Kinder einsetzt, malt und gerne mit Insekten   philosophiert, hat der Schauspieler mit der wunderbaren Stimme ein Album   rausgebracht und ist mit dem Soundtrack zu ‚Crazy Heart‘ auch auf  Tour.  Ohne mit der Wimper zu zucken, sage ich ja zu ‚Tron Legacy‘ und  dem  Coen Brothers Western ‚True Grit‘ , obwohl ich Western hasse und  nicht  besonders viel für Super-Leucht-Fahrräder übrig habe (einige  würden mich  dafür killen, diesen Film so dilettantisch  zusammenzufassen). White  Russian zählt zu meinen Lieblingsgetränken und  meine Norwegerstrickjacke  kaufte ich nicht etwa, um dem neusten Trend  hinterherzurennen – oh  nein, ich wollte mich El Duderino einfach näher  fühlen. Krank findet Ihr  das? Mir ist nichts vorzuwerfen, ich habe  anscheinend einen  Vaterkomplex und erkläre mich hiermit als  unzurechnungsfähig.</p>
<p>Image: ©Reuters</p>
<p><strong>für: <em>Superbude</em>, Hostel in Hamburg, Projekt Bloggertapete</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Bio-Treibstoff</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Mar 2011 08:32:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>estherschwan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder will heutzutage gerne grün sein. Ein grünes Gewissen zu haben ist ganz schön schick und mit einem grünen Daumen schmecken die auf dem Balkon gezüchteten Gürkchen doch noch besser. Nur mit dem hässlichen Unkraut Neid, da möchte keiner was zu tun haben. Denn wer gibt schon gerne zu, grün vor Neid zu sein? Neidisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder will heutzutage gerne grün sein. Ein grünes Gewissen zu haben   ist ganz schön schick und mit einem grünen Daumen schmecken die auf dem   Balkon gezüchteten Gürkchen doch noch besser. Nur mit dem hässlichen   Unkraut Neid, da möchte keiner was zu tun haben. Denn wer gibt schon   gerne zu, grün vor Neid zu sein? Neidisch ist man höchstens ein   bisschen. Im Scherz: „Ihr fliegt schon wieder nach Hawaai? Ach, ich  bin   ja ein bisschen neidisch, haha. Aber im Ernst, auch das mit der   Gehaltserhöhung, ich gönns Euch total!“</p>
<p>Sich über den Besitz, die Fähigkeiten oder das Aussehen eines anderen   zu ärgern ist moralisch eher verwerflich, kann man dem Neidenden doch   einen Minderwertigkeitskomplex vorwerfen. Komplex ja, Minderwertigkeit   nein. Wollen wir nicht. Doch von diesem Gefühl, dass niemand zugibt zu   haben und das doch jeden von uns dann und wann beschleicht, gibt es  gute  und schlechte Auswüchse. Mit dem Neid verhält es sich ein bisschen  wie  mit Gegenständen: in den falschen Händen wird alles zur Mordwaffe.  Neid  ist eine Energie, die man nur richtig umsetzen muss. Zum Beispiel  in  ehrliche Bewunderung, oder in Veränderung. Denn sich darüber zu  ärgern,  dass man selber mit 23 von Party zu Party gehüpft ist, statt  seine  eigene Firma zu gründen, dafür ist es zu spät, Anerkennung kommt  da  besser. Und dadurch vielleicht seine eigene Faulheit zu überdenken,  hat  noch keinem geschadet.</p>
<p>Beim nächsten fiesen Stechen, dass dafür sorgt, dass Augen zu   Schlitzen und Münder zusammengekniffen werden einfach mal tief   durchatmen, die globale Erwärmung im Kopf abkühlen lassen und daran   denken, wofür die anderen einen wohl beneiden. Denn wie heißt es so   schön? „The grass is always greener on the other side“.</p>
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		<title>Unravel &#8211; Knitwear in Fashion</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Mar 2011 08:28:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>estherschwan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fashion]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; Gegensätze ziehen sich an &#8211; mal wieder bewahrheitet sich dieses Sprichwort und hier gleich in mehrfachem Sinne. Wenn die mysteriöse Tilda Swinton  für eine Ausstellung mit dem Titel „Unravel“ (also enträtseln, entwirren) Modell steht, und es um „Knitwear in Fashion“ geht, sollte das doch im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.estherschwan.de/wp-content/uploads/2011/03/unravel-300x3742.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-141" title="unravel-300x374" src="http://www.estherschwan.de/wp-content/uploads/2011/03/unravel-300x3742-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" /></a></p>
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<p>Gegensätze ziehen sich an &#8211; mal wieder bewahrheitet sich dieses   Sprichwort und hier gleich in mehrfachem Sinne. Wenn die mysteriöse   Tilda Swinton  für eine Ausstellung mit dem Titel „Unravel“ (also   enträtseln, entwirren) Modell steht, und es um „Knitwear in Fashion“   geht, sollte das doch im wahrsten Sinne des Wortes extrem anziehend auf   die Fashion-Crowd wirken.</p>
<p>In Zusammenarbeit mit Woolrich zeigt das MoMu in Antwerpen seinen   Besuchern vom 16.03. – 14.08.2011 mit einer exquisiten Auswahl an High   Fashion Teilen, dass Strick mehr kann als nur warm halten (obwohl uns   das ja schon lange klar ist). Kollektionen internationaler und   nationaler Designer wie Ann Salens, Missoni, Sonia Rykiel, Vivienne   Westwood, Maison Martin Margiela, sowie vieler Nachwuchsdesigner und   eine Auswahl historischer Couture-Klassiker  von Chanel oder Elsa   Schiaparelli zeigen Strick in allen Facetten, auf dem und abseits des   Runways. Nach einem Besuch dieser Ausstellung sollte auch dem letzten   Zweifler klar sein, dass Gestricktes und Fashion absolut keine   Gegensätze sind.</p>
<p><strong>für: <em>Les Mads</em>, Modeblog, Berlin, redaktioneller Text</strong></p>
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		<title>Die erträgliche Leichtigkeit von PlietS.H.</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Mar 2011 08:25:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>estherschwan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fashion]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie gern würde ich die Bewegung und das leise Geräusch eines fallenden Ahornfrüchtchens aufschreiben können. Schon immer war ich fasziniert von diesen filigranen, körperlosen Flügelgewächsen, die sich wie eine Ballerina drehend zu Boden gleiten lassen. Erinnert mich auch heute noch daran, wie ich mich als Kind wie ein Kreisel gedreht habe, bis mir schwindelig wurde. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.estherschwan.de/wp-content/uploads/2011/03/plietsh1.jpg"><img title="plietsh" src="http://www.estherschwan.de/wp-content/uploads/2011/03/plietsh1-300x156.jpg" alt="" width="300" height="156" /></a></p>
<p>Wie gern würde ich die Bewegung und das leise Geräusch eines   fallenden Ahornfrüchtchens aufschreiben können. Schon immer war ich   fasziniert von diesen filigranen, körperlosen Flügelgewächsen, die sich   wie eine Ballerina drehend zu Boden gleiten lassen. Erinnert mich auch   heute noch daran, wie ich mich als Kind wie ein Kreisel gedreht habe,   bis mir schwindelig wurde. Die Bewegung und die Erinnerung taten sich   vor meinem geistigen Auge auf, als ich den Schmuck von PlietS.H. gesehen   habe. Mit ihrer ersten Kollektion bewahrt die Schmuckdesignerin   Stefanie Hartwig außer dem Ahornfrüchtchen auch Zweige, Mohnkapseln und   Blütenglöckchen vor dem Verfall und konserviert sie in Silber und   Roségold. Wer nach einer neuen Variante von Freundschaftsbändern sucht,   wird übrigens auch bei Ihr fündig. Unter plietsh.com sind Shops unter   anderem in Köln, Berlin und Hamburg verzeichnet.</p>
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<p><strong>für: <em>Les Mads</em>, Modeblog, Berlin, redaktioneller Text</strong></p>
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